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Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen

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Literaturpreisträger „Kammweg“ 2018 stehen fest

Kulturraum
Herausgegeben von in Preise ·
Tags: LiteraturWettbewerb
Die Preisträger des diesjährigen Literaturpreises „Kammweg“ des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen sind ausgewählt.

Eine 5-köpfigen Fachjury entschied vergangene Woche über die 21 Werke, die entsprechend der Ausschreibung thematisch elementar auf das Erzgebirge Bezug nehmen oder von Autoren und Autorinnen stammen, die ihren Hauptwohnsitz im Erzgebirge haben – was sich bei den Einsendungen nahezu die Waage hielt. Alle Bücher entstanden im Zeitraum November 2014 bis Oktober 2017, und es handelte sich bei den Einreichungen vor allem um Romane und Erzählungen.

Nach Auskunft des Juryvorsitzenden, dem Leipziger Schriftsteller Ralph Grüneberger, hatten die Jurymitglieder einstimmig einen Hauptfavoriten. Bernd Schirmer wird für sein Buch „Silberblick“ den Hauptpreis erhalten. Geboren 1940 in Leipzig, wuchs der Autor im erzgebirgischen Scheibenberg auf, bis er Germanistik und Anglistik in Leipzig studierte. Der seit 1991 freischaffende Autor erzählt in „Silberblick“ humorvoll die Geschichte einer Freundschaft in den 60er Jahren der DDR. Das Besondere daran ist, es ist keine Täter-Opfer-Konstellation, sondern vielmehr ein „schräger Blick“ auf die z.T. absurde DDR-Wirklichkeit und ihre formelle Stagnation. „Silberblick“ es ist ein unterhaltsames Buch, in dem sich alle wiederfinden können, die unbeschadet aus dem System herausgekommen sind. Die Geschichte spielt zu weiten Teilen im Erzgebirge.

Bernd Schirmer lebt in Hoppegarten, OT Waldesruh bei Berlin.

Für ihre Romane „Stark wie der Tod“ und „Romeo und Romy“ erhalten die Erzgebirgsautorin Helga Kaden und der in Köln lebende Autor Andreas Izquierdo einen zu gleichen Teilen dotierten zweiten Preis.

Helga Kaden, 1935 geboren und zu Hause in Seiffen, ist bereits eine bekannte Größe der Erzgebirgsliteratur. Vor allem gemeinsam mit ihrem nunmehr verstorbenen Mann, Heinz Kaden, hat sie in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Bücher veröffentlicht. In „Stark wie der Tod“ beschreibt die Autorin die Geschichte der Liebe einer Frau zu einem jüdischen Mann in Zeiten des Nationalsozialismus.

Andreas Izquierdo wiederum lässt in einem winzigen Dorf im Erzgebirge aus einer gammeligen Scheune ein elisabethanisches Theater entstehen.

Dass dies kein leichtes Unterfangen ist und es die Dorfbewohner und die des Nachbardorfes der jungen engagierten Schauspielerin mit ihren Eigenarten nicht leicht machen, lässt bereits die Inhaltsangabe des Jugendbuches vermuten, das für seine zauberhafte und liebenswürdige Handlung ausgezeichnet wird.

Der Autor wurde 1968 geboren, ist Roman- und Drehbuchautor und lebt in Köln.

Am 10. Juni 2018, 15 Uhr, werden im Festsaal des Schlosses Schwarzenberg, durch den Vorsitzenden des Kulturkonventes, den Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, die Preisträger geehrt. Die Auszeichnungsveranstaltung wird musikalisch von dem Gitarristen Frank Fröhlich umrahmt, der 2009 zusammen mit der Berliner Autorin Kerstin Hensel mit dem Kammweg-Literaturpreis für das Hörbuch „Im Spinnhaus“ ausgezeichnet wurde.

Auch die neue Ausschreibung für 2019 im Genre Kurzgeschichte/Kurzprosa läuft bereits. Sie finden diese auf der Homepage des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen, www.kulturraum-erzgebirge-mittelsachsen.de


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